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Khadija-Moschee in Berlin

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02.01.07: Grundsteinlegung der Khadija-Moschee

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16.10.08: Pressekonferenz zur Eröffnung der Khadija-Moschee

16.10.08: Pressekonferenz zur Eröffnung der Khadija-Moschee

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16.10.08: Empfang zur Eröffnung der Khadija-Moschee

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Aktuelle Neuigkeiten rundum die Khadija-Moschee:
Herzlich willkommen auf der Webseite der Khadija-Moschee
Rede anlässlich der Grundsteinlegung

Text der Rede des Herrn Abdullah Uwe Wagishauser, Vorsitzender der Ahmadiyya Muslim Gemeinde BRD, anlässlich der Grundsteinlegung der Khadija-Moschee in Berlin am 2. Januar 2007

 

Lieber Hazur,
sehr geehrte Gäste,
liebe Mitglieder der Jamaat,

an erster Stelle danke ich Allah dem Allmächtigen, dem Gnädigen, dem Barmherzigen, dass heute am 2. Januar 2007 der Grundstein der Khadija-Moschee durch die gesegneten Hände unseres geliebten Hazur-e-Aqdas gelegt wird. Wir sind dankbar, dass Hazur unsere demütige Bitte, Deutschland zu besuchen angenommen und uns ermöglicht hat, die spirituellen Früchte dieses gesegneten Besuches zu ernten.

Hazur, die Wiedervereinigung Deutschlands brachte dem östlichen Teil die von der Verfassung garantierte Meinungsfreiheit, einschließlich der Freiheit an eine bestimmte Religion zu glauben, sie zu praktizieren und zu verbreiten - jene Freiheit, die kaum verfügbar war unter der kommunistischen Herrschaft. Die Errichtung der "Khadija-Moschee" der Ahmadiyya Muslim Jamaat wird ein weiterer Beweis für die Veränderungen im Osten Deutschlands sein, die die Wiedervereinigung den Religionsgemeinschaften gebracht haben.

Hazur, die Khadija-Moschee ist die erste Moschee, die in den neuen Bundesländern gebaut wird. Das 4780 m² große Grundstück wurde am 14. März 2006 gekauft. Der Bau der Moschee wird sofort beginnen und innerhalb eines Jahres fertiggestellt sein, Inshallah. Die gesamte Bebauungsfläche wird ungefähr 500 m² betragen. Die Moschee wird Platz für 250 Betende mit zwei separaten Räumen für Männer und Frauen haben. Es wird zudem einen separaten Raum für Kinder geben, der den Räumlichkeiten der Frauen angeschlossen ist. In einem Nebengebäude werden zwei Wohnungen, eine für den Imam der Moschee und eine für den Hausmeister, entstehen. Zusätzlich wird es 5 Büroräume geben. Für einen kleinen, öffentlich zugänglichen Spielplatz ist ebenfalls eine Fläche vorgesehen. Es wird eine 4,5 m hohe Kuppel mit einem Durchmesser von 9 m und ein 12 m hohes Minarett geben.

Hazur, heute zum Anlass der Grundsteinlegung ist es angebracht, die zurückliegenden Ereignisse zusammenzufassen:
Von Beginn an haben wir eine sehr gute Zusammenarbeit von Seiten der Stadtverwaltung und den betreffenden Ämtern erfahren. Dafür sind wir sehr dankbar. Unser besonderer Dank geht an den ehemaligen Bürgermeister Herrn Burkhart Kleinert und den aktuellen Bürgermeister Herrn Matthias Köhne, die beide einen klaren Standpunkt im Einklang mit Recht und Gesetz bezogen haben und sich uns gegenüber stets fair und hilfsbereit verhalten haben. Sie beide sind heute bei uns und zu diesem historischen Anlass heiße ich Sie im Namen der gesamten Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland herzlich Willkommen. Die Unterstützung ist jedoch nicht auf diese beiden couragierten und weisen Personen beschränkt. In der Tat haben viele der prominenten Führer aus Politik und Gesellschaft ihre uneingeschränkte Unterstützung für diese verdienstvolle Sache angeboten. Herr Holger Kirchner (ehemaliger BVV-Vorsitzender), Herr Rainer-Michael Lehmann (Mitglied des Abgeordentenhauses, FDP), Herr Günther Piening (Ausländerbeauftragter) und nicht zu vergessen Herr Detlef Dezembritzki (Mitglied des Bundestages und Altbürgermeister von Reinickendorf, SPD), die alle heute anwesend sind, zählen zu denen, die Unterstützung leisteten und wir sind ihnen hierfür ebenfalls sehr dankbar.

Der Widerstand in Pankow-Heinersdorf ist etwas anders als die Opposition, die wir gelegentlich bei solchen Projekten erfahren: Er ist lauter und erzeugt eine weitreichende Berichterstattung nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Teilen der Welt. Wenn wir die Situation analysieren, wird offensichtlich, dass mehrere Faktoren für diese Opposition verantwortlich sind. All diese Faktoren sind nicht notwendigerweise religiöser Natur oder hängen mit unserer Glaubensgemeinschaft zusammen. Auch politische Motive waren involviert. Auf diese Weise wurde der einfache Bau einer Gebetsstätte aufgebauscht und politisiert. In dieser Situation traten die führenden politischen Parteien richtigerweise hervor, um das verfassungsmässige Recht der Ahmadis eine Moschee zu bauen, zu unterstützen.

Wiederholt bezeichneten die zuständigen deutschen Behörden die Ahmadiyya Muslim Jamaat als eine harmlose und friedliche Gemeinde, die nichts mit Gewalt im Namen der Religion und verfassungsfeindlichen Aktivitäten zu tun hat. Dennoch haben einige Personengruppen an ihrer verleumderischen Kampagne festgehalten. Wir haben solchen Personen versucht mitzuteilen, dass sie von konstruierten Angstszenarien Abstand nehmen sollten. Sie sollten eher die Fakten und Tatsachen im Auge haben: Überall dort, wo Ahmadiyya-Moscheen gebaut wurden, ist es zu keinerlei Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten mit Nachbarn oder Bewohnern gekommen. Im Gegenteil fördern die Moscheen den interreligiösen Dialog und das gegenseitige Verständnis.

Hazur, die Medien haben ausgiebig über dieses Projekt berichtet. Die Berichterstattung war im Allgemeinen fair und neutral. Dennoch gab es hin und wieder Berichte, die nicht völlig den Tatsachen entsprachen. In der Tat haben hunderte Zeitungen, Magazine, Radio- und Fernsehkanäle über den geplanten Moscheebau berichtet. Obwohl diese in diesem Ausmass noch nie da gewesene Berichterstattung in den Medien die Debatte aufheizte, half es uns gleichzeitig, unsere Position darzustellen und die unbegründeten Behauptungen der Gegner mit Argumenten zu widerlegen.

Die Jamaat Berlin ist mit ihren rund 200 Mitgliedern eine sehr aktive Gemeinde. Die Gemeindemitglieder sind sehr engagiert, die Öffentlichkeit über unsere Glaubensgemeinschaft, ihre Geschichte und ihren Beitrag zur Förderung von Frieden, Freiheit und humanitären Werten zu informieren. Sie zögerten nicht einmal, die energischsten Gegner des Projekts zu treffen. Imam Abdul Basit Tariq ist Tag und Nacht damit beschäftigt, Personen zu treffen, Interviews zu geben und in Kontakt mit den Behörden und Politikern zu bleiben. Er wird dabei in hilfreicher Weise von den gebildeten Jugendlichen der lokalen Jamaat unterstützt.

Sehr häufig werden nach Errichtung einer Moschee frühere Gegner des Moscheebaus zu Freunden von Ahmadis, weil sie Ahmadis dann besser kennengelernt haben. Wir hoffen sehr, dass dies auch nach dem Bau dieser Moschee der Fall sein wird.

Da die Vertreter der Stadt auch anwesend sind, möchte ich diesen Anlass dazu nutzen, den Bürgerinnen und Bürgern von Berlin zu versichern, dass die Moschee ihren Beitrag leisten wird, Frieden, Liebe und Harmonie zu fördern. Sie wird in keinster Weise eine Quelle für Unannehmlichkeiten für irgend jemanden in der Stadt sein.

Schließlich möchte ich Hazur demütigst um Gebete bitten, dass Allah der Allmächtige, der Gnädige und der Gütige, uns bei der Errichtung der Khadija-Moschee beistehen und Schwierigkeiten beseitigen möge. Und dass Er die Herzen und Gedanken derjenigen ändern möge, die ungerechterweise gegen dieses Projekt Widerstand leisten und dass alle Betenden und Besucher dieser Moschee spirituelle Zufriedenheit und geistige Erleuchtung an diesem Platz erlangen mögen. Dass Er in unseren Herzen und Gedanken echte Liebe zur Menschheit einpflanzen möge und dass Er uns helfen möge, die wahren Lehren von Islam Ahmadiyyat zu praktizieren und darzustellen. Gebete sind auch für diejenigen erbeten, die dieses Projekt unterstützt haben, dass Allah sie mit dem Besten belohnen möge. Und für die deutsche Nation, die danach strebt, auf bestmöglichste Art ihren nationalen und internationalen Verpflichtungen nachzukommen in einer sich ständig verändernden Welt.

(Amin)