| Pressemitteilung zur Grundsteinlegung |
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Am 2. Januar 2007 fand in Berlin-Heinersdorf eine feierliche Zeremonie anlässlich der Grundsteinlegung der Khadija-Moschee statt. Die Zeremonie begann gegen 11:00 Uhr mit der Rezitation einiger Verse aus dem Heiligen Qur-ân, die anschließend auch ins Deutsche übersetzt wurden. Danach sprach Herr Abdullah Uwe Wagishauser, Vorsitzender der Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland, zu den Anwesenden. Er bedankte sich bei der Stadtverwaltung und den zuständigen Behörden für die gute Zusammenarbeit bei diesem Moscheebauprojekt. Die bevorstehende Errichtung der Khadija-Moschee sei ein Ausdruck der Religionsfreiheit, die es unter der kommunistischen Herrschaft kaum gegeben habe. Herr Wagishauser versicherte den Bürgerinnen und Bürgern von Berlin, dass die Moschee dazu beitragen werde, Frieden, Liebe und Harmonie zu fördern. Die Moschee werde in keiner Weise eine Quelle für Unannehmlichkeiten für irgendjemanden in der Stadt sein. Überall dort, wo in der Vergangenheit Ahmadiyya-Moscheen gebaut wurden, hätte es keinerlei Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten mit Nachbarn oder Bewohnern gegeben. Im Gegenteil förderten die Moscheen den interreligiösen Dialog und das gegenseitige Verständnis. Wiederholt hätten die zuständigen deutschen Behörden die Ahmadiyya Muslim Jamaat als eine harmlose und friedliche Gemeinde bezeichnet, die nichts mit Gewalt im Namen der Religion und verfassungsfeindlichen Aktivitäten zu tun habe. Die Medien hätten ausgiebig über dieses Projekt berichtet, wobei die Berichterstattung im Allgemeinen fair und neutral gewesen sei. Anschließend betonte der Bürgermeister von Pankow, Herr Matthias Köhne, dass Toleranz und Vertrauen aufgebaut und zwischen friedliebenden und radikalen Muslimen differenziert werden müsse. Die Zeit des Gegeneinanders müsse jetzt überwunden werden. Er hoffe, dass der Moscheebau ohne Zwischenfälle vonstatten gehe und bald die Eröffnung der Moschee gefeiert werden könne. Der Bundestagsabgeordnete Herr Dr. Detlef Dezembritzki betonte, die Ahmadiyya Muslim Jamaat sei eine offene Gemeinde, die nur als Vorbild bezeichnet werden könne. Viele Jugendliche der Gemeinde sprächen hervorragend Deutsch und seien gut in die hiesige Gesellschaft integriert. Er hoffe auf eine gute Nachbarschaft aller Bürger, die von Liebe und Barmherzigkeit geprägt sei, so wie es alle Religionen verlangten. Danach richtete das spirituelle Oberhaupt der weltweiten Ahmadiyya Muslim Jamaat, Hazrat Mirza Masroor Ahmadatba, einige Worte an die Versammlung. Er dankte zunächst dem Bürgermeister und den anderen Gästen für die Teilnahme an der Zeremonie der Grundsteinlegung. Ferner führte er aus, dass eine Moschee nicht nur ein Gebetshaus sei, sondern auch dazu diene, Menschlichkeit zu lehren und über die Rechte aller Mitmenschen, gleich welcher Religion sie angehörten, aufzuklären. Die wahren Lehren des Islams erläuternd sagte Hazrat Mirza Masroor Ahmadatba, dass der Islam Gerechtigkeit gegenüber allen Menschen lehre. Gerechtigkeit und Nachsicht unter allen Umständen und ohne Unterscheidung von Religion und Nation sei immer die Praxis des Heiligen Propheten Muhammadsaw gewesen. In Bezug auf die Ahmadiyya Muslim Jamaat führte das Oberhaupt aus, dass deren Geschichte Zeugnis darüber ablege, dass Ahmadis trotz des ihnen zugefügten Unrechts auf Gewalt und Unterdrückung nie mit Gewalt reagiert hätten. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat verfolge keine weltlichen oder politischen Interessen, sondern wolle der Menschheit den Weg zu ihrem Schöpfer zeigen und Menschlichkeit und Barmherzigkeit lehren. Hazrat Mirza Masroor Ahmadatba zeigte sich überzeugt davon, dass es mit Liebe und Argumenten gelingen werde, auch die Herzen jener Menschen zu gewinnen, die heute gegen den Moscheebau demonstrierten. Daraufhin stellte Imam Abdul Basit Tariq einige der anwesenden Persönlichkeiten dem spirituellen Oberhaupt vor, der einige Worte mit ihnen wechselte. Anschließend legte Hazrat Mirza Masroor Ahmadatba den Grundstein für die erste Moschee in den neuen Bundesländern. An der Zeremonie nahmen neben den genannten Persönlichkeiten auch Herr Burkhart Kleinert (früherer Bürgermeister von Pankow), Herr Holger Kirchner (früher BVV-Vorsitzender) und Herr Günter Piening (Migrationsbeauftragter von Berlin) teil. Der Bau der Moschee wird in Kürze beginnen und wird innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein. Die Moschee wird Platz für 250 Betende haben.
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